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05.05.2008 Die Maximalisten Ronnie O'Sullivan ist zum dritten Mal Snooker-Weltmeister geworden
Niemand konnte dem 32-jährigen Engländer Ronnie O'Sullivan in diesem Jahr den WM-Titel ernsthaft streitig machen. Auch nicht sein ehemaliger Trainingspartner und Finalgegner Ali Carter. Dieser mühte sich zwar redlich, auch um dem Publikum der letzten Session noch so etwas wie Spannung zu vermitteln. Aber O'Sullivan hatte es mal wieder eilig und machte kurzen Prozess mit ihm.
Ein 69er Break im Eröffnungs-Frame des heutigen Abends brach wohl jeglichen Widerstand bei Carter. Denn mit einem anschließenden 34er Break im letzten Frame besiegelte O'Sullivan das schnelle Ende des Finales. Den Grundstein für seinen Sieg legte "The Rocket" bereits gestern, als er schon mit 11-5 davon gezogen war. Das 7-3 aus den letzten beiden Sessions bescherte O'Sullivan dann seinen dritten Weltmeistertitel.
Mit 18-8 gewann O'Sullivan auch seinen letzten WM-Titel 2004 gegen den Schotten Graeme Dott. Diesmal standen sich verdienterweise die beiden besten Spieler des Turniers im Finale gegenüber. O'Sullivan spielte 12 Century Breaks in den vergangenen 17 Tagen von Sheffield. Das Maximum aus der zweiten Runde gegen Mark Williams wird wohl ewig auf Youtube abzurufen sein. Carter stand ihm darin wenig nach und räumte seinerseits im Spiel gegen Peter Ebdon den Tisch mit 147 Punkten maximal ab. Zusätzlich krönte er seine WM-Bilanz mit fünf weiteren Centuries.
Nach Steve Davis und Stephen Hendry ist Ronnie O'Sullivan nun der dritte Spieler, der die WM-Trophäe im Crucible Theater zum dritten Mal in den Händen hält. "Ich kann mehr gewinnen"; prophezeite der neue Titelträger und Nummer Eins der Weltrangliste. "Aber vielleicht ist es auch der richtige Zeitpunkt, um einmal eine Pause einzulegen", spekulierte der neue Weltmeister. Vor drei Jahren verwirrte O'Sullivan seine Fans mit ähnlichen Rücktritts-Äusserungen. Aber er wird wohl auch diesmal seine Hände noch nicht vom Queue lassen. Erstmal einen ruhigen Sommer verbringen und in der nächsten Saison wird wieder durchgestartet.
Schließlich finanzieren Preisgelder und Werbeeinnahmen das Leben der Profis. Für den WM-Titel streicht O'Sullivan 250.000 £ (rund 320.000 Euro) ein. Die Prämie für das Maximum und gleichzeitig höchste Break über 157.000 £ (knapp 200.000 Euro) muss er sich allerdings mit Carter teilen. Der Unterlegene bekommt für seine Finalteilnahme zusätzlich noch stattliche 160.000 Euro.
"Das Finale in Sheffield erreicht zu haben, ist schon großartig," erklärte Carter. Aber es sei schade, dass er ausgerechnet im Finale nicht die beste Leistung zeigen konnte. Für den Weltranglistenplatz Sieben im offiziellen Ranking reicht es allemal.
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