Snooker WM 2007 - Halbfinale | Selby: Qualifikant fürs Finale qualifiziert | Higgins: Mindestens vizeweltmeisterlich

Rüdiger Voßberg - Freier Journalist aus Berlin
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05.05.2007
Qualifikant fürs Finale qualifiziert
Mark Selby trifft zum dritten Mal auf John Higgins bei der Snookerweltmeisterschaft in Sheffield

Der letzte Qualifikant, der sich ins Endspiel der Snooker WM in Sheffield gespielt hatte, wurde auch Weltmeister. Das gelang vor zwei Jahren Shaun Murphy. Der erste Qualifikant im WM-Finale war Terry Griffiths im Jahre 1979; auch er holte sich den WM-Titel. Qualifikant Nummer drei ist nun Mark Selby und hat nicht nur nach dieser Crucible-Serie die Chance, die WM zu gewinnen. Qualifikant fürs Finale qualifiziert Mark Selby trifft zum dritten Mal auf John Higgins bei der Snookerweltmeisterschaft in SheffieldIn einem dramatischen Endspurt schaffte Selby drei Frames in Folge zu gewinnen und bezwang Shaun Murphy im zweiten WM-Halbfinale knapp mit 17-16.

Die letzte Session der beiden hatte es in sich: Murphy startet mit einem century von 101 Punkten – dem 100. century seiner Karriere überhaupt. Selby konterte seinerseits mit einer 104. Bis zum 14:14 waren beide gleichauf, ehe Murphy mit einem weiteren century von 132 Punkten schließlich mit 15:14 in Führung ging. Er gewann auch den 30. Frame, obwohl Selby ihn ein und das andere Mal mit Fouls in Bedrängnis brachte. Murphy brauchte nur noch einen Frame zum Sieg.

"Ich sagte mir, gib 110 Prozent, dann packst du es noch", erklärte Selby nach dem Spiel. Und so war es denn auch. Ein break von 68 brachte ihn wieder näher an Murphy heran. Frame 32 dauerte 34 Minuten; bei 22-50 legte Murphy eine schwache safety auf den Tisch, die Selby nutzen konnte und zum 16-16 ausglich.

Wieder ein Flüchtigkeitsfehler von Murphy beim Safteyspiel brachte Selby letztlich auf die Siegerstraße: 64 Punkte in Folge für ihn plus einer freundschaftlichen Umarmung des unterlegenen Murphy besiegelten seinen Einzug ins Finale. Gegen John Higgins spielt Selby nun zum dritten Mal bei einer WM. Der Schotte gewann vor zwei Jahren mit 10-5, und Selby konnte sich für diese Niederlage im letzten Jahr mit 10-4 revanchieren. Danach wäre jetzt wieder Higgins an der Reihe.

Shaun Murphy 16-17 Mark Selby
77-0, 75-31 (70), 19-94 (55), 90-1 (84), 101-0 (101), 62-18 (55), 22-85, 46-66, 1-75,
1-67 (60), 70-5 (55), 12-79, 0-128 (128), 87-43, 28-90, 65-20, 56-111, 0-112 (111),
96-0 (51), 41-66, 76-5 (76), 81-52 (62), 0-129 (129), 53-18, 101-0 (101), 0-136 (104),
72-6, 26-97 (71), 132-1 (132), 82-59, 0-99 (68), 22-70, 0-91 (64)


Mindestens vizeweltmeisterlich
John Higgins steht nach sechs Jahren wieder im WM-Finale von Sheffield. Jetzt ist der Come-Back-König scharf auf die Snooker-Krone

Er lässt sich einfach nicht abschütteln. Higgins lag vor der letzten Session bereits mit 10-14 gegen seinen Freund, Trainingspartner und Landsmann Stephen Maguire im Rückstand. Aber seine Gedanken standen auf Sieg: "Ich habe keine Sekunde daran geglaubt, dass Spiel verlieren zu können", erklärte der Schotte nach seinem Finaleinzug. Und auf seinem Traumpfad ins Endspiel gelang ihm gar das 1000. century break in der Turniergeschichte der Crucible Theaters.John Higgins steht nach sechs Jahren wieder im WM-Finale von Sheffield.

Vielleicht lag es daran, dass Higgins keinen Alkohol mehr trinkt. Früher sei er oft mit Freunden am Wochenende um die Häuser gezogen, aber der Kater am nächsten Morgen hielt ihn oft vom Training ab. "Jetzt fühle ich mich gesunder denn je, und mein Spiel ist besser geworden!" Higgins hatte wieder die Chance auf ein maximum break, aber bei 104 Punkten verhinderte eine schlechte Position die Fortsetzung.

Maguire war sichtlich benommen von dieser Niederlage. "Ich hatte die Chance, den Weltmeistertitel zu gewinnen. Ich kann es einfach nicht glauben!" Im Verlauf des 29. Frame verpasste er pink und verhedderte sich in den roten Bällen. Das brachte Higgins wieder ins Spiel. Statt einer komfortablen 15-10 Führung schlich sich Higgins weiter heran. "Ich habe den Weltmeistertitel verspielt", konstatierte ein geknickter Maguire. Higgins hingegen könnte seinem Titelgewinn von 1998 nun den zweiten hinzufügen.

John Higgins 17-15 Stephen Maguire
8-94 (85), 75-58 (55), 0-134 (102), 0-79 (79), 127-0 (127), 76-0 (68), 38-73, 73-3, 40-71,
99-0 (90), 0-69 (63), 64-7, 61-41 (52), 48-50, 8-81 (62), 74-1, 0-111 (58), 66-64 (66, 50),
0-82 (82), 49-62, 0-131 (131), 134-0 (134), 0-73, 48-65, 77-46, 104-0 (104), 75-2, 42-66,
123-0 (122), 54-46, 64-0, 66-14


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