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Snooker WM 2007 - 1. Runde | Carters Century | Higgins weltmeisterlich | Robertson: Halbe Kraft voraus | Lee: Schwergewicht durchgefallen

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Ergebnisse Snooker-WM 2007 >>>

Runde 1

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26.04.2007
Carters Century
Zweimal über 100 Punkte in einem Match bei der Snooker WM 2007. Das gelang bislang nur Nigel Bond, aber der ist ja bereits gegen Peter Ebdon ausgeschieden. Auf die Nummer 15 der Weltrangliste, Ali Carter, wartet nun der siebenmalige Stephen Hendry. Ein harter Brocken für Carter. "Ich freue mich auf dieses Spiel", sagte ein optimistischer Carter. In der ersten Runde hatte er keine große Schwierigkeiten Andy Hicks zu besiegen. "Ich war mein eigener Feind", erklärte Hicks, "und hätte niemals mit 2-7 in Rückstand geraten dürfen." Satt einem 3-3 gelang Carter das 4-2 und betrat die Siegerstraße ins Achtelfinale.

Ali Carter 10-4 Andy Hicks
76-14 (51), 17-67 (53), 112-0 (112), 28-94, 79-5 (79), 135-0 (129), 77-22, 71-49,
79-9, 15-85, 78-1, 1-62 (57), 67-22, 59-52


Higgins weltmeisterlich
"The Wizard of Wishaw" zauberte hin und wieder mit seinem Queue die Bälle in die Taschen. Und John Higgins war auf bestem Wege zum maximum break; stoppte sich selbst aber schon bei 104 Punkten. "Ich hatte schon auf die hübsche Summe von 150.000 Pfund spekuliert", scherzte Higgins nachher. Der Weltmeister von 1998 beendete die erste Session mit 6-3 und ließ sich danach auch nicht mehr vom Qualifikanten Michael Holt überraschen. Holt konnte die ersten beiden Frames überzeugend gewinnen, fand danach aber nie wieder zurück zu seinem Spiel. Im Gegensatz zu Higgins. "Meine Form ist wieder da", sagte Higgins. Diese Drohung könnte auch Fergal O'Brien im Achtelfinale zum Verhängnis werden.

John Higgins 10-4 Michael Holt
24-81, 19-100 (82), 66-57, 64-48, 1-76 (65), 59-53, 67-24, 81-12 (53), 104-0 (104),
99-4, 57-65, 74-11 (52), 84-4 (57), 94-0 (88)


25.04.2007
Halbe Kraft voraus
Beide Spieler zeigten nicht unbedingt ihre Bestform. "Es war wirklich ein armseliges Spiel", gestand ein entnervter Ryan Day nach seinem Abschied von Sheffield. Ihm gelang zwar das einzige und niedrigste century break der gesamten Partie, aber das wars denn auch schon. Egal. Der Australier Neil Robertson freut sich nun auf die nächste Begegnung im Achtelfinale mit Ronnie O'Sulivan. "Ich habe dieses Jahr schon zweimal gegen ihn gewonnen", erklärte der Sieger. Allerdings nur über eine Distanz von 'best of 9' und nicht wie in Sheffield 'best of 25'. Trotzdem hofft Robinson, dem Publikum und O'Sullivan seine Klasse besser unter Beweis stellen zu können. Spaß werde es ihm auf alle Fälle bereiten. Na ja, abwarten.

Neil Robertson 10-5 Ryan Day
60-37, 86-23, 79-0 (79), 64-56, 8-66, 18-86, 75-0, 1-117 (100), 67-60, 76-30, 20-75,
9-50 63-47 58-25 75-38 (68)


Schwergewicht durchgefallenSchwergewicht durchgefallen Qualifikant Mark Selby bereitet Stephen Lee einen frustigen Nachmittag.
Qualifikant Mark Selby bereitete Stephen Lee einen ziemlich frustigen Nachmittag. Lee, der mit einer 5-0 Führung schon fast mit einem Bein im Achtelfinale stand, gab die Zügel wieder aus der Hand. Selby gewann Frame um Frame. Insgesamt acht in Folge auch ohne höhere breaks.

Lee hofft jetzt, dass der Sommer recht bald kommt, damit er dieses "dämliche Spiel endlich vergessen kann". Es sei schon grausam, wenn man nicht gegen einen Spieler gewinnt, der auch keine Bälle lochen kann, grämte sich der 32-jährige über seine Niederlage. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verspricht für Sheffield nur mäßige Temperaturen von 16 Grad Celsius. Der Sommer lässt dort also noch auf sich warten.

Mark Selby 10-7 Stephen Lee
28-76, 0-126 (126), 5-80 (74), 36-76 (67), 0-71 (71), 73-0 (51), 89-1 (84), 74-49,
47-13, 67-10 (52), 91-5 (56), 63-20, 56-37, 26-79 (55), 73-0 (73), 47-55, 58-0


Glanzloser Hendry kämpft sich ins Achtefinale
Der siebenmalige Weltmeister Stephen Hendry hatte ein hartes Stück Arbeit zu absolvieren, um den Tisch als Sieger zu verlassen. Aus einem 1-5 Rückstand gegen David Gilbert machte der Schotte eine 6-5 bzw. 7-6 Führung. Als Gilbert wieder zum 7-7 ausgleichen konnte, schien Hendry wieder in Lethargie zu verfallen. Aber vielleicht lag es auch am neuen Queue, der ihm lediglich ein höchste break von mäßigen 78 Punkten bescherte. Allerdings gewann er auch die letzten drei Frames und spielt nun im Achtelfinale. Gilbert konnte seine Niederlage noch nicht so recht erklären. "Ich weiß nicht, was falsch gelaufen ist. Einfach nur peinlich!"

Stephen Hendry 10-7 David Gilbert
83-25 (51), 38-77, 45-59, 8-68, 19-60, 0-101 (100), 68-0 (68), 86-0 (76), 79-8,
69-17, 79-1 (78), 15-72 (55), 72-9, 53-62 (Hendry 52, Gilbert 59), 60-18, 75-1, 59-27


24.04.2007
Der Marathonman
Joe Swail feixte bereits bei seinen letzten Bällen ins Achtelfinale. Die Fans jubelten, und Ex-Weltmeister Mark Williams schaute betreten ins Publikum. Was war bloß passiert? Williams legte zunächst einen Blitzstart zum 4-0 hin; war aber wohl wohl selbst etwas baff über seinen schnellen Durchmarsch und erlaubte Swail schließlich den Ausgleich zum vier beide. Wieder aufgeschreckt erspielte sich Willams dann zunächst eine 8-6 und später die 9-8 Führung. Das Achtelfinale war greifbar nahe. War!

"Das ist die schlechteste Saison in meiner gesamten Profikarriere", sagte der enttäuschte Willams nach seinem verschenkten Sieg. Swail spielte die letzten beiden Frames (welt)meisterlich und setzte sich doch noch durch. "Das ist einer meiner schönsten Siege", strahlte Swail in die Kameras. Und wahrscheinlich auch nicht sein letzter in Sheffield.

Mark Williams 9-10 Joe Swail
64-39, 68-23, 80-36, 72-14, 29-66 (59), 34-78 (53), 26-69 (62), 22-71 (71),
75-58 (Williams 52), 38-74, 90-39 (85), 0-114 (114), 78-1, 55-42 (71), 52-63,
0-69, 87-34, 1-71 (69), 0-121 (65, 56)


Maguire im Eiltempo
Es ist zwar erst sein zweiter Sieg im vierten Spiel bei einer Weltmeisterschaft im Crucible, aber Stephen Maguire hat gute Chancen, diese Bilanz im weiteren Turnier noch zu verbessern. Der Schotte geizte mit nur einem century break; mehr war allerdings auch nicht nötig, um den Achtzehnten der offiziellen Weltrangliste, Joe Perry, immer auf einen komfortablen Abstand zu halten. Bis zuletzt.

Stephen Maguire 10-3 Joe Perry
74-20 (66), 31-57, 79-51 (Maguire 64, Perry 51), 70-32 (58), 45-63, 92-13,
83-3 (83), 124-0 (124), 68-1 (68), 56-40, 81-6, 75-30 (56), 64-37


Allen betäubt Doherty
Ex-Weltmeister aus Dublin zieht Leine

Mark Allen ist genau das Kunststück gelungen, welches den anderen Jungstars Ding Junhui und Judd Trump verwehrt blieb: Ein Sieg beim Debut in Sheffield.Mark Allen ist genau das Kunststück gelungen, welches den anderen Jungstars Ding Junhui und Judd Trump bei der Snookerweltmeisterschaft verwehrt blieb: Ein Sieg beim Debut in Sheffield. In einer überzeugenden Vorstellung besiegte der 21-jährige den erfahrenen Ex-Weltmeister Ken Doherty aus Dublin mit 10-7.

"Das ist bislang mein wichtigster Sieg", kommentierte Allen nach seinem überraschenden Coup. Trotz seiner anfänglichen Nervosität führte der junge Nordire nach der ersten Session mit 6-3. Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte Altmeister Doherty zunächst auf 6-6 ausgleichen und mit einem 135er break den 14ten Frame gewinnen.

Aber Allen behielt die Nerven und gewnn die letzten drei Frames. "Diese bittere Pille muss ich schlucken", gab der 37-jährige Doherty zu. Wer täglich sieben Stunden trainiert, fragt sich nach so einer Niederlage schon, "ob es sich noch lohnt". Ist doch klar, dass der Weltmeister von 1997 nächste Jahr wieder antreten wird.

Ken Doherty 7-10 Mark Allen
6-92 (92), 27-95 (95), 13-93, 40-65, 55-17, 54-21, 4-88 (57), 63-50, 1-74 (74),
59-25, 74-22, 74-14, 15-82 (76), 135-0 (135), 16-110 (69), 43-76, 4-85 (50)


23.04.2007
Murphy bleibt cool
Judd Trump hatte seine Probleme mit dem Tisch. "Als ich mich daran gewöhnt hatte, lag ich auch schon mit 0-3 Frames zurück", erklärte der 17-jährige Debütant. Judd konnte aber auf 4-5 verkürzen und gar durch ein fulminantes 85er break nach dem elften Frame mit 6-5 in Führung gehen. Eine Überraschung lag in der Luft von Sheffield. Beim Stand von 6-6 verspielte er einige leichte Bälle, von den Shaun Murphy letztlich profitierte. Der Weltmeister von 2005 verglich seine erste Runde von Sheffield mit einem Hindernisrennen, bei dem alle Pferde in einem dichten Gedränge vom Start weg auf die erste Hürde zu stürmen. Murphy ist jetzt drüber.

Shaun Murphy 10-6 Judd Trump
82-21 (81), 131-0 (96), 64-0 (52), 15-74, 0-79, 73-0 (73), 37-106 (86),
86-0, 22-78 (57), 14-58, 4-126 (85), 65-1 (50), 64-46, 65-11, 69-20, 83-0 (83)


Ronnie zieht sein Ding durch
Der zweimalige Weltmeister Ronnie O'Sullivan fegte den chinesischen Debütanten Ding Junhui vom Tisch

Ronnie zieht sein Ding durch Der zweimalige Weltmeister Ronnie O'Sullivan fegte den chinesischen Debütanten Ding Junhui vom TischWer eine knappe und spannende Partie der beiden Kontrahenten erwartet hatte, wurde ziemlich rasch enttäuscht. Denn mit einer rasanten 8-1 Führung machte "The Rocket" allen deutlich, wer heute der Chef am Tisch ist. Das musste auch der 20-jährige Chinese Ding bei seinem Weltmeisterschaftsdebut in Sheffield einsehen.

"Ich wollte 100 Prozent geben", sagte Ding, "aber es langte eben doch nicht." Trotzdem sei es für eine große Ehre gewesen, vor so einem freundlichen und sachverständigen Publikum spielen zu dürfen. Wenn auch nur kurz. Und Tränen flossen diesmal auch nicht.

O'Sullivan regte sich selbst in der Pressekonferenz über jene Fotografen auf, die mit ihrem permanenten "Klack-Klack", seine Toleranz während des Spiels auf eine harte Probe gestellt hatten. "Ich kann ja verstehen, wenn sie Fotos machen wollen, aber bitte nach meinem Stoß!" Aber nach seinem Sieg wird O'Sullivan die Fotografenbegierde weiter anschwellen.

Ronnie O'Sullivan 10-2 Ding Junhui
84-36 (58), 99-3 (50), 110-1 (109), 84-41, 123-0 (66, 63), 32-104 (103),
70-69, 133-0 (63, 70), 71-33, 13-74, 95-21, 72-13 (72)


Irischer Qualifikant behält die Nerven
Normalerweise beschränken sich die Emotionsausbrüche von Snookerprofis nach dem Spiel auf einen festen Händedruck mit dem Kontrahenten sowie dem Schiedsrichter und vielleicht noch ein freundliches Winken ins applaudierende Publikum. Aber nach seinem ersten Sieg in Sheffield seit dem Jahr 2000 machte der Ire Fergal O'Brien aus seiner Freude keinen Hehl. Der unterlegene Barry Hawkins nahm es gelassen. "Wer bei einer 9-6 Führung drei Frames verliert, aber dann den entscheidenden Frame für sich entscheidet, steht mächtig unter Druck!" Hawkins hat nicht nur das Spiel verloren und eventuell auch einen Platz unter den Top 16 der Weltrangliste.

Barry Hawkins 9-10 Fergal O'Brien
75-47 (58), 85-1, 57-58, 60-56, 5-63, 29-69, 79-46, 27-90 (63), 9-120 (120),
17-97 (51), 70-1 (70), 28-80 (80), 19-68 (68), 69-64 (O'Brien 64), 42-50,
129-0 (129), 86-15 (78), 83-27 (66), 27-71


22.04.2007
Hamilton furios
Marco Fu war chancenlos. "Manchmal habe ich solche Tage", klagte der unterlegene Fu. Er fühlte sich sehr schlecht und konnte den Queue nicht richtig halten, geschweige denn stoßen. Schwitzattacken und müde Augen brachten Fu aus dem Konzept. Ein verdorbener Entensalat brachte Anthony Hamilton nachts zuvor um seinen Schlaf. Aber seinen 6-1 Vorsprung nach der ersten Session gab Hamilton doch nicht mehr ab. In der nächsten Runde trifft er nun auf Ian McCulloch. Der Potter aus Nottingham freut sich bereits auf diese Partie, denn schließlich habe McCulloch ja bei seinem Sieg über den Weltmeister auch nicht gerade überzeugt.

Anthony Hamilton 10-3 Marco Fu
104-4 (84), 62-42, 80-0 (80), 80-34, 57-56, 47-52, 78-30,
13-57, 1-107 (107), 65-51, 72-65, 49-48, 60-8


Der Bessere hat verloren
Nach dem Spiel gratulierte Peter Ebdon seinem unterlegenen Kontrahenten Nigel Bond zum besseren Spiel. Bond gewann zwar fünf Frames in Folge zur 5-4 Führung und demonstrierte dabei seine Klasse mit einem break von 114 Punkten. Aber Ebdon, der jeden Tag mindestens 1,5 Kilometer schwimmt, bewies seinen ungebrochenen Siegeswillen. "Ausschlaggebend für meinen Sieg war, dass Nigel zu viele schlechte Ballkontakte hatte", analysierte der Vizeweltmeister. Und ohne diese hätte er das Spiel wohl verloren.

Peter Ebdon 10-7 Nigel Bond
70-37, 88-20, 70-54, 65-62 (62), 41-71, 17-74, 0-69 (68,) 18-90, 0-115 (114),
110-7 (60), 70-33 (60), 9-67 (60), 50-32, 68-55 (57), 87-22, 104-0 (104) 76-19


Stevens kantert Delaney aus dem Turnier
Der irische Freizeit-Profi Joe Delaney konnte sein Debut im Crucible Theater zu Sheffield nur kurz geniessen. "The Welsh Dragon" Matthew Stevens machte trotz mäßigen Spiels kurzen Prozess mit dem 34-jährigen. "Es war ein Desaster", kommentierte Delaney seine Niederlage, der nun das Saisonende mit seiner Freundin in Honolulu feiert. Stevens - mit der Erfahrung von zehn Erstrundensiegen in Sheffield - wollte so schnell wie möglich die nötigen zehn Frames gewinnen. "Das erste Spiel ist immer grausam" sagte Stevens, egal wie gut oder schlecht man spiele. Hauptsache es reicht. Und es reichte für ihn allemal.

Matthew Stevens 10-2 Joe Delaney
73-21, 80-6 (60), 56-15, 74-41, 73-25 (69), 1-73, 97-20 (53), 71-25,
64-69 (55 Stevens), 63-6, 68-7 (65), 78-2


Davis scheitert an Parrott
Im Duell der Altmeister gewann der Jüngere: Steve Davis (49) unterlag seinem Landsmann John Parrott (42) knapp mit 9-10

-Trotz einer grandiosen Aufholjagd von 5 Frames in Folge zum 6:6 und noch einmal drei Frames zum 9:9 zog der sechsmalige Weltmeister Davis gegen Parrott den Kürzen.Trotz einer grandiosen Aufholjagd von 5 Frames in Folge zum 6-6 und noch einmal drei Frames zum 9-9 zog der sechsmalige Weltmeister Davis gegen Parrott den Kürzen. Davis konnte den letzten roten Ball im entscheidenden Frame nicht lochen, und zusätzlich verschwand der weiße Spielball in der Mitteltasche. Das wars.

„Ich werde mich schnell von dieser Niederlage erholen“, erklärte "The Nugget". Aber natürlich sei er sehr enttäuscht darüber, bereits in der ersten Runde auszuscheiden. Beiden Spielern gelang jeweils nur ein century brake, aber Parrott war am Ende der glücklichere Akteur.

„Ich habe heute die Bälle eben etwas besser getroffen als Steve“, resümierte Parrott. Zum Ende der Partie wirkten beide Spieler sehr nervös. „Ist doch kein Wunder“, erklärte der Sieger. „Schließlich sind wir beide zusammen immerhin schon 91 Jahre alt!“ Ob Davis mit 50 Jahren noch in den Top 16 der Snookerelite bleibt, hängt jetzt nur noch von dem Verbleib seiner Kontrahenten ab.

Steve Davis 9-10 John Parrott
34-90 (90), 60-12, 1-126 (126), 48-71 (65), 59-72 (55, 65), 29-63,
33-72, 111-4 (100), 81-13, 65-58, 70-0 (69), 77-15 (70), 28-79 (79),
0-80 (80), 31-88 (64), 66-39, 89-12, 96-15 (96), 34-66

21.04.2007
Déjà Vu für Dott
Titelverteidiger Graeme Dott ist bereits in der ersten Runde nach der 7-10 Niederlage gegen Ian McCulloch ausgeschieden

Snooker WM 2007 | Vor zwei Jahren standen sich beide Spieler schon einmal in der ersten Runde von Sheffield gegenüber.Vor zwei Jahren standen sich beide Spieler schon einmal in der ersten Runde von Sheffield gegenüber. Auch damals behielt McCulloch knapp mit 10-9 die Oberhand. Diese erneute Niederlage wirkt wie ein beklemmendes Déjà Vu für Dott. Und er muss es geahnt haben, dass dieser Tag eine für ihn sonst so erfolgreiche Sasion vermiesen wird.

McCulloch sorgte sich nicht über diese Auslosung, denn schließlich habe er noch nie gegen Dott verloren. Trotzdem war seine Erleichterung nach dem Sieg deutlich zu spüren. Im 15. Frame gelang ihm zwar ein vorzügliches Century Brake mit 110 Punkten, aber es blieb das einzige in einem eher mäßigen dennoch spannenden Spiel.

„So schlecht habe ich wohl noch nie Snooker gespielt habe“, gab ein deprimierter Dott nach dem Spiel zu Protokoll. In seiner Frustration kritisierte der der China-Open-Gewinner zunächst das Spiel seines Gegners, der seiner Meinung nach ständig den weißen Ball reinigen ließ, sich zu viel Zeit für die Stöße nahm, obwohl er genau wisse, was er spielen wolle. Dott wird nun seinen Queue für einige Wochen in die Ecke stellen. „Ich werde auch kein Snooker am Bildschirm verfolgen und wenn Ian spielt sowieso nicht!“ Da werden die 15.500 Euro Preisgeld dem Schotten wohl kaum Trost spenden.

Graeme Dott 7-10 Ian McCulloch
43-71, 64-37, 71-17 (61), 1-63, 74-41, 68-37, 61-65, 32-85 (51), 57-62,
46-58, 59-28, 31-67, 20-68, 101-8 (85), 17-110 (110), 85-20, 24-71

20.04.2007
Abspecken für den WM-Titel
Morgen beginnt die Snookerweltmeisterschaft in Sheffield/England. 32 Profispieler kämpfen bis zum 7. Mai um die Krone ihrer Zunft. Der 20-jährige Chinese Ding Junhui trifft bei seinem ersten Auftritt im Crucible Theater gleich gegen den zweimaligen Weltmeister Ronnie O‘Sullivan an.

O‘Sullivan nörgelte am Losentscheid herum und witterte bereits eine Verschwörung, die ihn vorzeitig aus dem Turnier werfen wolle. „The Rocket“ wird sein Eröffnungsspiel am Sonntag sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn im Finale der Northern Ireland Trophy unterlag er Ding mit 6-9.

Die Weltmeisterschaft beginnt am Samstag mit dem Match des Titelverteidiger Graeme Dott gegen Ian McCulloch. Auch Dott wird auf der Hut sein müssen, verlor er doch vor zwei Jahren sein Erstrundenspiel just gegen McCulloch mit 9-10. Am zweiten Tisch agieren der letztjährige Finalist Peter Ebdon und Nigel Bond.

Mit Steve Davis und John Parrott treffen zwei Altmeister in der ersten Runde aufeinander. Sieben Weltmeistertitel und über 50 Jahre Berufspraxis im Snooker bringen beide zusammen an den Tisch. Es wird die erste Begegnung der beiden im Crucible Theater seit dem Halbfinale von 1991 sein. Damals gewann Parrott mit 16-12 und revangierte sich leidlich für die deprimierende 3-18 Finalschlappe zwei Jahre zuvor.

Kräftig abgespeckt hat Shaun Murphy in seiner Vorbereitung- Der Weltmeister von 2005 verlor durch eine Ernährungsumstellung und seinem Kraft-, Ruder- und Lauftraining rund 18 Kilogramm Übergewicht. In dieser körperlichen Verfassung trifft er auf einen der jüngsten Qualifikanten der WM-Geschichte, den erst 17-jährigen Judd Trump.

Der erste der offiziellen Weltrangliste Stephen Hendry tritt gegen David Gilbert an, der 65 Plätze hinter ihm auf dieser Liste rangiert. Vom Papier her also eine klare Angelegenheit für den Schotten Hendry. Und am Ende könnte es gar sein achter Titelgewinn werden.

Auch „The Whirlwind“ Jimmy White hat es wieder nach Sheffield geschafft; aber nicht als aktiver Spieler. Der sechsmalige WM-Finalist analysiert für das britische Fernsehen die Tischaktionen seiner Kollegen. Der Turniersieger erhält neben Ehre, Punkten und Pokal auch einen Scheck über umgerechnet rund 320.000 Euro.


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Ronnie O'Sullivan bei den Irish Masters 2004 mehr >>>

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