Snooker WM 2005 - Halbfinale | Marvellous Murphy im Finale von Sheffield | Freier Journalist - Berlin - Rüdiger Voßberg

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30.04.2005
Nach dem Sieg 'ne Kippe
Matthew Stevens hat mit dem 17:14 gegen Ian McCulloch nach fünf Jahren zum zweiten Mal das Finale von Sheffield erreicht. Und beinahe wäre ihm gar ein Maximum Break gelungen.

Mark Williams mag um die 162.000 Pfundprämie für sein Maximum aus der ersten Runde gegen Robert Milkins gebangt haben. Drei Bälle haben Matthew Stevens am Abend letztlich zur Prämienteilung gefehlt. "Ich hätte Mark gern die 80.000 Pfund stibitzt", trauerte Stevens um diese hochdotierte Chance. Vielleicht gelingt ihm der Coup ja im Finale.

Fünfmal stand Stevens bereits in einem Halbfinale und dreimal hat er verloren. "Es ist fantastisch wieder im Finale zu spielen", freute sich der 27-jährige Waliser. Gegen Shaun Murphy prognostiziert der "Welsh Dragon" ein unterhaltsames Snookertreiben auf dem grünen Tuch, weil beide schnelle Spieler seien. Stevens fühlt sich stärker als damals im Finale von 2000.

Ian McCulloch, der zum ersten Mal im Halbfinale einer Weltmeisterschaft auftrat, gratulierte seinem Kontrahenten freundlich zum Einzug ins Endspiel. "Es war eine gute Saison für mich", bilanzierte der 33-jährige. Finalteilnahme beim totesport Grand Prix in Preston und heute das Halbfinale von Sheffield, inklusive sieben Century Breaks. Nur noch Shaun Murphy schaffte bislang genauso viel.


Mit leerem Magen ins Finale
Shaun Murphy hat schon heute Geschichte geschrieben. Denn nach 26 Jahren steht erstmals wieder ein Qualifikant im Finale der Snooker WM von Sheffield. Und es sieht so aus, dass die Geschichte fortgesetzt wird.

Mit einer Quote von 150:1 notierten die Buchmacher den Namen Shaun Murphy zu Beginn des Turniers auf ihre Wettzettel. Zwei Wochen später steht seine Chance, den Weltmeistertitel zu gewinnen, fifty-fifty. Der 22-jährige Lokalmatador besiegte auf seinem Weg ins Finale drei Ex-Weltmeister der Snookerkunst: Steve Davis, John Higgins und eben Peter Ebdon. Mit 17:12.

"Ich habe armseliges Snooker während der gesamten Weltmeisterschaft gespielt", stapelte Peter Ebdon am Ende doch sehr tief. Beim 12:12 fühlte er noch sicher und habe gehofft, dass Murphy dem Druck nicht standhalten würde. Aber Murphy spielte brillant und gab dem Weltmeister von 2002 keine Chance. Nach 14 Minuten war der letzte Frame beendet, das Tor zum Endspiel offen.

"Ich war heute morgen äußerst nervös", gestand Murphy. Er habe weder frühstücken noch zu Mittag gegessen. Es war sein bislang größter Tag in der Snookerkarriere und mit leerem Magen spielt es sich leichter. Nur noch drei andere Spieler schafften das "Wunder von Sheffield", sich als Qualifikant bis ins Finale zu stoßen: Cliff Thorburn im Jahr 1977, Perry Mans 1978 und Terry Griffiths 1979. Und Griffiths wurde Weltmeister. Auch Murphy besitzt das Format eines Weltmeisters.

Einen Scheck über 125.000 englische Pfund hat er sicher. "Na klar, denke ich auch an das Preisgeld", sagte Murphy. Und er wünscht sich nichts sehnlicheres als einen Mercedes Benz. Vom Restgeld soll die Hochzeitsreise mit Braut Claire bezahlt werden. Übrigens, Ex-Weltmeister Ronnie O'Sullivan fährt auch auf Mercedes ab. Na denn: Gute Fahrt.


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