Schlagzeilen 2006 | Eisfreie Zone | Ozonloch auf Rekordgröße | Bier gegen Prostatakrebs | Gletscherschmelze in Afrika | Freier Journalist - Berlin - Rüdiger Voßberg

Rüdiger Voßberg - Freier Journalist aus Berlin
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Redaktion: Schlagzeile Archiv 2006

15.11.06
Eisfreie Zone
In der Arktis wird es ab 2080 im Sommer kein Meereis mehr geben, wenn sich der Klimawandel im gleichen Tempo wie bisher fortsetzt, warnen Polarforscher. "Die Eis-Schmelze wird für die ganze Erde weitreichende Folgen haben", prophezeit Eberhard Fahrbach vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). Nahrungsketten würden völlig durcheinander gebracht. Nun sollen mithilfe des europäischen Wissenschafts-Projekts "Damocles" die Ursachen für den Rückgang des Eises besser verstanden werden.

14.09.06
Ozonloch auf Rekordgröße
Das Ozonloch über der Antarktis hat in diesem Jahr wieder eine Rekordgröße erreicht, teilte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) mit. Insgesamt erstreckt sich die Fläche des Lochs über 29,5 Millionen Quadratkilometer, etwa so groß wie die USA und Russland zusammen. Über dem Südpol geht in diesem Jahr so viel schützendes Ozon verloren wie nie zuvor seit Beginn der Messungen. "Eine solch signifikanter Ozonverlust setzt sehr tiefe Temperaturen in der Stratosphäre kombiniert mit Sonnenlicht voraus", sagte der ESA-Experte Claus Zehner "Der extreme Ozonverlust in diesem Jahr lässt sich mit den Temperaturen über der Antarktis erklären, die so niedrig sind wie seit 1979 nicht mehr."

05.07.06
Bier gegen Prostatakrebs
Etwa sieben bis acht Liter täglich müssten Männer trinken, um Prostatakrebs zu verhindern. Der Hopfen-Bestandteil Xanthohumol bremse die Krankheit, erklärt Emily Ho, Leiterin des Forschungsprojekts an der Universität Oregon, warnte aber im gleichen Atemzug, dass "die negativen Auswirkungen des Alkohols die gesundheitlichen Vorteile des Bierkonsums zunichte machen könnten." Wissenschaftlich bewiesen sei der Effekt bisher allerdings noch nicht, sagte Fred Stevens, Co-Autor der US-Studie. Auch die nun vorgelegten Ergebnisse müssten noch durch weitere Tests erhärtet werden. Na denn, Prost!

05.05.06
Gletscherschmelze in Afrika
Die Gletscher im afrikanischen Ruwenzori-Massiv an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo werden in den nächsten zwanzig Jahren verschwinden. So lautet eine aktuelle Prognose des Wissenschaftlerteams um Richard Taylor vom University College in London. Dann wird der gesamte Tropengürtel des afrikanischen Kontinents eisfrei sein, weil die Forscher auch beim Kilimandscharo und beim Mount Kenia eine Abschmelzung aller Eismassen erwarten. Als die Gletscher des Massivs vor etwa hundert Jahren erstmals erforscht wurden, bedeckten noch über sechs Quadratkilometer Eis das Massiv. Heute ist davon nur noch etwa ein halber Quadratkilometer übrig, fanden die Forscher anhand von Feldstudien und Satellitendaten heraus. Allein zwischen 1987 und 2003 hat sich die Eisfläche halbiert.

16.04.06
Jesus on Ice
Der Sohn Gottes war ein Eisläufer! Das glaubt zumindest der amerikanische Ozeanograph Doron Nof von der Florida State University. Sein Team hat die Klimaverhältnisse rund um den See Genezareth im Norden Israels untersucht. Demnach gab es dort vor rund 2.000 Jahren im Uferbereich eine sehr seltene Kombination aus ungewöhnlichen Strömungsverhältnissen und Wetterphänomenen. Diese sei verantwortlich für die vereinzelte Bildung von Eisschollen, berichten die Forscher. Vom Ufer aus betrachtet, wären solche Eisstücke im Wasser praktisch unsichtbar. Und ein Mensch, der auf einem solchen schwimmenden Eisstück stand, hätte vom Ufer aus tatsächlich so gewirkt, als gehe er auf dem Wasser.

15.03.06
Tauwetter auf Grönland
Grönlands Eisriesen schmelzen immer schneller ab. Das haben amerikanische Forscher bei der Auswertung von Satellitendaten der vergangenen zehn Jahre herausgefunden. In den letzten sechs Jahren habe sich die Menge des ins Meer geflossenen Eises bei vielen Gletschern nahezu verdoppelt, sagt Eric Rignot vom California Institute of Technology in Pasadena. Die Forscher führen diese Beschleunigung auf die höhere Lufttemperatur zurück, die in den vergangenen zwanzig Jahren im Südosten Grönlands um rund drei Grad Celsius angestiegen ist. Würde diese gesamte Eismasse ins Meer fließen und schmelzen, stiege der Meeresspiegel um sieben Meter an. Es sei, vorher schlägt ein Asteroid ein.

15.02.06
Der lange Weg zur Arbeit
Je öfter jemand eine bestimmte Strecke schon zurückgelegt hat, desto länger erscheint sie ihm. Das hat der britische Wissenschaftler Andrew Crompton von der Universität von Manchester gezeigt. Er ließ für seine Untersuchung 140 Architekturstudenten seiner Hochschule die Wegstrecke einiger gängiger Routen zum Unigebäude abschätzen. Je öfter die Studenten diese Wege gelaufen waren, desto größer empfanden sie ihre Entfernung. Hochschüler des dritten Studienjahres schätzten eine Wegstrecke von einer Meile auf das 1,45fache, während Studienanfänger nur auf das 1,24fache tippten. Laut Crompton spricht dies für die schon länger bestehende so genannte Feature-Akkumulationshypothese: Nach dieser Theorie scheint eine Entfernung größer, je mehr Details der Strecke bekannt sind.

28.01.06
Tod bei der Arbeit
150 Journalisten sind im vergangenen Jahr bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen. Das hat die International Federation of Journalists (IFJ) bei der Vorstellung ihres Jahresberichts mitgeteilt und dokumentiert die höchste Opferzahl seit Beginn ihrer Zählungen. Im Jahr 2004 waren weltweit 129 Journalisten ums Leben gekommen. 89 Journalisten seien bei der "Ausübung ihrer Pflicht" gestorben, viele seien von Extremisten, Paramilitärs oder Kriminellen ermordet worden. Die übrigen 61 Journalisten starben laut IFJ-Bericht bei Unglücken während ihrer Arbeit. Im Irak seien im vergangenen Jahr 35 Journalisten ums Leben gekommen.

10.01.06
11,2 Milliarden US-Dollar Strafe für Spammer
Ein Gericht in Clinton im US-Bundesstaat Iowa hat einen Mann verurteilt, 11,2 Milliarden Dollar Schadenersatz an den Internet-Provider CIS zu zahlen. James McCalla hatte über 280 Millionen Spam-Mails verschickt und die unterschiedlichen Absender-Adressen mit der Endung "@cis.net" getarnt. Und wenn McCalla Mails verschickte, erhielten auch die Server von CIS mehrere Millionen Mails von nicht mehr existierenden Adressaten zurück. Der gegen McCalla verhängte Schadenersatz ist bislang die höchste Strafe, die jemals gegen einen Spammer verhängt wurde: 40 US-Dollar für jede Mail.

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