Schlagzeilen 2003 | Deutscher Wald macht schlapp | Der Furz der Heringe | Goodbye Gletscher | Freier Journalist - Berlin - Rüdiger Voßberg

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Redaktion: Schlagzeile Archiv 2003

13.12.2003
Deutscher Wald macht schlapp
Deutsche Wälder sind so krank wie lange nicht mehr. Nur noch knapp ein Drittel aller Bäume seien ohne sichtbaren Schäden, bilanziert der aktuelle Waldzustandsbericht der Bundesregierung. Danach zeigen rund 23 Prozent aller Bäume deutliche Schäden; so schlimm wie zuletzt im Jahre 1992. Massive Schäden gibt es vor allem bei Eichen und anderen Laubbäumen. Und 2004 soll es noch schlimmer werden. Hintergründe für diese schlechten Nachrichten seien vor allem die lang anhaltende Trockenheit in diesem Jahr und die hohe Ozonbelastung, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Matthias Berninger (Grüne). Und das Waldsterben wird in Deutschland zusätzlich durch den Arbeitsplatzabbau im Forstwesen beschleunigt, klagt die IG Bauen-Agrar-Umwelt.

7.11.2003
Der Furz der Heringe
Die Heringe lassen einen ziehen. Ben Wilson und sein Forscherteam von der Universität in Vancouver lauschten mit ihren Unterwassermikrophonen am Anus der Gretentiere. Ihre Messungen zeichneten ein Tonspektrum mit Frequenzen von 1,7 bis 22 Kilohertz mehr als drei Oktaven auf. Der längste Furz dauerte bis zu 7.6 Sekunden. Die genaue Funktion der Töne ist den Forschern noch unbekannt. Weil die Heringe aber umso mehr Luft ausstießen, je mehr Fische in ihrer Umgebung schwammen, sei eine Art soziale Funktion nicht auszuschließen. Das berichten die Forscher im Fachmagazin „Proceedings“ der Londoner Royal Society.

30.10.2003
Goodbye Gletscher
Die alpinen Eiswürfelriesen verflüssigen sich. Österreichs größter Gletscher, die Pasterze am Großglockner, schmilzt ab. Dramatisch, sagt der Gletscher-Experte von der Universität Graz, Gerhard-Karl Lieb. Allein im Rekordsommer 2003 hat sich das Eis um 30 Meter zurückgezogen. Seit das Gletschereis vermessen wird, habe es niemals zuvor ein ähnlich schnelles Abschmelzen gegeben. Die Eisdicke der gesamten Gletscherzunge habe darüber hinaus um 6,5 Meter abgenommen. Weitere 100 Jahre wird die Pasterze wenigstens noch abschmelzen, sagt Experte Lieb. Dann gibt's nur noch Schotter in den Bergen.
7.10.2003
Riesiges Ozonloch über der Antarktis
Das Ozonloch wird wieder größer. Das berichten die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa und die National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA): Am 11. September 2003 hatte es mit rund 28 Millionen Quadratkilometern fast die Größe des nordamerikanischen Kontinents erreicht. Nur im Herbst 2000 war der Ozonschwund noch größer. Extrem niedrige Temperaturen sowie die Chlor- und Bromverbindungen in der Atmosphäre seien der Grund für die Ozonzerstörung, erklärt der Nasa-Wissenschaftler Paul Newman. Im vergangenen Jahr hatte die Ausdehnung des Ozonlochs nur 21 Millionen Quadratkilometer betragen. Am Ende des Winters in der Antarktis, der von Juni bis September dauert, erreicht das Ozonloch jährlich seine größte Ausdehnung. Da die Produktion und Verwendung von ozonzerstörenden Chlor- und Bromverbindungen weltweit abnimmt, rechnen die Atmosphärenforscher auch damit, dass das antarktische Ozonloch in zirka 50 Jahren verschwunden ist. Eigentlich.
17.09.2003
Bakterien gegen Atommüll
Wissenschaftler der Universität Jena wollen radioaktiv belasteten Bauschutt mit Hilfe von Mikroorganismen dekontaminieren. "Bisher wird je nach Schadstoff ein Zeitraum von zirka 100 Jahren angesetzt", berichtet Prof. Erika Kothe. Die Mikrobiologin will diesen Prozess mit Hilfe spezieller Bakterien und Pilze beschleunigen. Das Verfahren wird zunächst an Bauschutt und Haldenmaterial aus dem Ostthüringer Uranerzbergbau erprobt: Es enthält Radionuklide wie Uran und Radium sowie Schwermetalle wie Nickel oder Cadmium "Es geht darum, enthaltene Radionuklide und Schwermetalle zu binden", erklärt Frau Köthe. Die Organismen sollen diese Stoffe quasi aus dem Boden saugen.
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